
Einhundertsiebenundvierzig Euro – das war die Summe, die Ende August auf meinem Bildschirm leuchtete, als ich den ersten Teil für das Elternförderprogramm bezahlte. Es war spät abends in der Küche, das Haus war endlich still, aber mein Kopf ratterte noch wegen Lukas' Wutanfall im Supermarkt, bei dem ich zwischen den Bio-Gurken und dem Kühlregal kurz davor war, einfach mitzuschreien.
Bevor ich dir erzähle, ob sich diese Investition gelohnt hat: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links kaufst, erhalte ich eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Ich empfehle hier nur Kurse, die ich selbst mit meinem eigenen Geld gekauft und im Frankfurter Familienalltag mit zwei Kindern getestet habe.
Als Steuerfachangestellte bin ich darauf trainiert, Rechnungen zu prüfen und den Gegenwert zu suchen. Mein Problem mit den meisten Erziehungskursen ist nicht die Pädagogik, sondern die Verpackung. Ich habe keine Lust auf 47-seitige Sales-Pages, die mir das Blaue vom Himmel versprechen, während ich eigentlich nur wissen will, wie ich Lukas davon abhalte, seine Schwester zu beißen. Bevor ich mich für das dreimonatige Programm entschied, hatte ich bereits das Trotzphase Videoseminar für 47 Euro ausprobiert. Das war ein nettes 28-Minuten-Häppchen, aber mal ehrlich: In 28 Minuten lerne ich nicht mal eine neue Buchhaltungs-Software, geschweige denn die Psyche eines Fünfjährigen.
Der Kassensturz: Was bekommt man für sein Geld?
Das Elternförderprogramm ist kein Quick-Fix. Es ist auf drei Monate ausgelegt. Wenn man den Preis auf die Woche runterrechnet, landet man bei etwa 25 Euro. Das ist weniger als eine Pizza für die Familie am Freitagabend, aber eben eine Verpflichtung über einen langen Zeitraum. Während das Videoseminar zur Trotzphase seit fast neun Jahren am Markt ist und quasi als Klassiker gilt, ist das Elternförderprogramm mit seinen 1,6 Jahren Marktpräsenz fast noch ein Start-up. Das hat mich anfangs skeptisch gemacht. Ich mag bewährte Systeme.
An einem verregneten Dienstagnachmittag im Oktober saß ich dann da. Das kalte Licht meines Laptops spiegelte sich in einer Pfütze aus verschüttetem Apfelsaft auf dem Küchentisch, während ich Modul 2 lud. Emma schlief endlich, Lukas baute Lego, und ich fragte mich: Warum mache ich das hier eigentlich? Ich rechnete im Kopf aus, wie viele Überstunden ich für die fast 300 Euro Gesamtkosten machen muss, und fragte mich ernsthaft, ob 'Ruhe' einen festen Stundensatz hat.
Der große Unterschied zu den günstigen Kursen ist die Struktur. Wer nur passiv Videos konsumiert, verändert nichts. Das ist wie ein Fachbuch über Steuerrecht zu lesen, ohne jemals eine Steuererklärung auszufüllen. Das Elternförderprogramm zwingt einen zur Umsetzung. Die Zeitinvestition für die eigenständige Umsetzung erfordert mehr initiale Disziplin, führt aber zu einer nachhaltigeren Verankerung der Erziehungsmethoden im Vergleich zum passiven Konsum fertiger Videokurse. Das ist die bittere Wahrheit, die man auf den bunten Werbebannern nicht liest: Man muss die Arbeit selbst machen.
Die Konkurrenz im Nacken: Warum nicht Konfliktleichtigkeit?
Ich hatte kurz überlegt, zu Konfliktleichtigkeit für Familien zu wechseln. Die sind seit zehn Jahren dabei und haben eine beeindruckend niedrige Rückerstattungsrate von nur 6,91 %. Aber als ich sah, dass dort oft noch ein 70-Euro-Zusatzprodukt im Trichter wartet, war ich bedient. Ich mag klare Zahlen, keine versteckten Kostenstellen.
Außerdem basiert vieles dort auf der Gewaltfreien Kommunikation (GFK). Versteh mich nicht falsch, GFK ist theoretisch super. Aber ich erinnere mich an einen Moment nach etwa drei Wochen Testphase: Ich versuchte eine perfekte Ich-Botschaft aus dem GFK-Kurs, während Lukas schrie, und merkte, dass ich mich dabei wie ein schlecht programmierter Roboter fühle. "Lukas, ich sehe, dass du frustriert bist, und ich brauche jetzt..." – weiter kam ich nicht, weil Lukas einfach lauter schrie. In solchen Momenten hilft mir die kühle Struktur des Elternförderprogramms mehr als pädagogische Poesie.
Wer einen tieferen Vergleich der Kosten sucht, sollte sich meinen Kassensturz nach drei Trotzphasen-Kursen ansehen. Da habe ich die Preise pro Video-Minute mal ganz trocken nebeneinandergestellt.
Inhalte und Umsetzung: Die harten Fakten
Was das Elternförderprogramm gut macht, ist die Aufteilung in machbare Etappen. Es gibt keine 47-seitigen PDFs, sondern klare Handlungsanweisungen. Man merkt, dass das Programm für Leute geschrieben wurde, die keine Zeit für Fachvokabular haben. Wenn du wissen willst, wie sich das im Vergleich zu anderen Ansätzen schlägt, lies auch meine Erfahrungen mit dem Kurs Konfliktleichtigkeit.
- Dauer: 3 Monate (man kann es schneller durchziehen, aber die Verankerung braucht Zeit).
- Material: Videos, Worksheets und Checklisten, die man tatsächlich ausdrucken und an den Kühlschrank hängen kann.
- Fokus: Kinder von 1 bis 4 Jahren – genau die Phase, in der man als Eltern oft am Limit ist.
Mitte November kam dann der Moment der Wahrheit. Mein Mann zog die Augenbrauen hoch, als ich beim Abendessen plötzlich anfing, über 'Entwicklungsfenster' statt über den Abwasch zu sprechen. Er ist bei solchen Online-Kursen immer der größte Skeptiker. Aber als er merkte, dass ich bei Lukas' nächstem Anfall nicht sofort in den Verteidigungsmodus ging, sondern eine Technik aus Modul 4 anwandte, wurde er ruhig. Das war für mich der wahre ROI (Return on Investment).
Was nicht funktioniert hat
Nicht alles ist Gold. Das Modul zum Thema Schlaf war für uns komplett nutzlos. Emma ist drei und schläft, wie sie will – da hilft auch kein Video-Coaching, wenn die Zähne kommen oder der Vollmond scheint. Auch die Community-Aspekte, die oft angepriesen werden, habe ich kaum genutzt. Ich wollte Lösungen, keine neuen Online-Freundschaften.
Ein großer Kritikpunkt bleibt der Preis. Wenn man knapp bei Kasse ist, sind 300 Euro eine Ansage. In dem Fall ist das Trotzphase Videoseminar für 47 Euro definitiv die bessere Wahl für den ersten Überblick. Es bietet eine 30-Tage-Rückerstattungsgarantie, was es zum risikolosen Einstieg macht. Aber wer echte Verhaltensänderung will, wird mit 28 Minuten Material nicht weit kommen.
Mein Fazit nach acht Wochen
Acht Wochen später: Lukas ist immer noch Lukas. Er hat immer noch seinen eigenen Kopf und testet Grenzen. Aber meine Rechnung geht auf. Der Frieden im Haus hat sich stabilisiert, weil ich aufgehört habe, nach dem einen 'magischen Trick' zu suchen, und angefangen habe, das Programm als das zu sehen, was es ist: ein Training für mich selbst.
Wenn du bereit bist, die Zeit zu investieren und nicht nur Videos zu 'glotzen', dann ist das Elternförderprogramm sein Geld wert. Es ist das einzige Programm in meinem Test, das wirklich Tiefe hat, ohne in pädagogisches Geschwurbel abzugleiten. Wer lieber erst mal reinschnuppert, sollte sich die günstigeren Alternativen ansehen, muss aber mit einer höheren Abbruchquote rechnen.
Letztlich ist es wie bei einer komplizierten Steuererklärung: Man kann es irgendwie hinfuschen und hoffen, dass das Finanzamt nicht prüft, oder man setzt sich einmal richtig hin und schafft Ordnung. Ich habe mich für die Ordnung entschieden.