
Knapp 300 Euro kostet das Elternförderprogramm über die volle Laufzeit, aufgeteilt in mehrere Raten. Für eine Steuerfachangestellte, die tagsüber fremde Belege sortiert, ist das eine Summe, die zuerst durch den Taschenrechner muss, bevor sie durch mein Elternherz geht – und genau mit diesem nüchternen Blick habe ich in den letzten Jahren mehrere bezahlte Erziehungsprogramme durchgerechnet.
Ein kurzer Hinweis vorweg: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon, bekomme ich eine Provision, du zahlst nicht mehr. Besprochen werden hier ausschließlich Programme, die ich selbst mit eigenem Geld gekauft und zwischen Steuererklärungen und ganz normalem Familienalltag durchgearbeitet habe.
Dieser Eltern-Test beantwortet die Fragen, die mir andere Mütter aus meinem Umfeld am häufigsten stellen, wenn sie hören, dass ich für fast 300 Euro ein Programm gekauft habe, statt bei einem günstigeren Trotzphase Videoseminar für 47 Euro zu bleiben.
Elternförderprogramm im Eltern-Test: Was kostet es wirklich?
Wer aus der Ratenzahlung einen Preis pro Woche herausrechnen will, kann das tun – ich habe diese Rechnung in einem eigenen Beitrag durchexerziert und spare sie mir an dieser Stelle, weil die Zahl allein für dieses eine Programm wenig aussagt. Einen breiteren Kostenvergleich mehrerer Kurse samt Zeitaufwand findest du in meinem Online Erziehungskurs Vergleich.
Versteckte Zusatzkosten, wie sie bei manchen Trichtern im Hintergrund auftauchen, habe ich an anderer Stelle im Detail seziert. Beim Elternförderprogramm selbst ist mir bislang keine aufgefallen – die knapp 300 Euro sind die Summe, die auf dem Kontoauszug steht, nicht der Anfang einer Kette aus Zusatzangeboten.

Drei Module, ein roter Faden: der Inhalt im Kassensturz
Drei Monate, drei aufeinander aufbauende Module – das ist die Grundstruktur, zugeschnitten auf Kinder zwischen einem und vier Jahren, also genau die Phase, in der 'Nein' zum Lieblingswort wird. Statt PDFs, die aussehen wie schlechte Kopien aus den Neunzigern, bekommt man Checklisten und Arbeitsblätter, die man tatsächlich ausfüllen muss, keine reine Video-Berieselung zum Nebenbei-Gucken.
Wie man einen Modulplan grundsätzlich vor dem Kauf prüft, beschreibe ich in einem separaten Beitrag. Hier reicht der Hinweis, dass die drei Etappen beim Elternförderprogramm aufeinander verweisen statt isoliert nebeneinanderzustehen. Warum Kinder überhaupt in diese Entwicklungsphase kommen, ist wiederum eine eigene, längere Geschichte, die ich an anderer Stelle ausführlicher erzähle – hier geht es nur um die Kursinhalte.
Bearbeitet habe ich die Worksheets am ausziehbaren Tastaturboard meines Schreibtischs im Nordend, den Drucker griffbereit direkt daneben. Durch die offen gelassene Tür klingt dabei fast immer Kinderlachen aus dem Flur herein, egal bei welcher Lektion des Abends ich gerade stecke.
Passt die GFK-Methode überhaupt zum Alltag?
Der große Konkurrent heißt Konfliktleichtigkeit für Familien, seit zehn Jahren am Markt und mit einer auffällig niedrigen Rückerstattungsrate – ein Argument, das erst mal für sich spricht. Die Methode dahinter ist die Gewaltfreie Kommunikation; im Detail erkläre ich sie hier nicht, das gehört in einen anderen Beitrag, nur so viel: Sie verlangt Geduld, die im akuten Moment selten vorhanden ist.
Trotzdem ist das für mich keine klare Kaufempfehlung, weil im Hintergrund ein kostenpflichtiges Zusatzprodukt lauert, dessen Preis nicht von Anfang an transparent kommuniziert wird. Für besonders gefühlsstarke Kinder gibt es übrigens eigene Kursvergleiche auf dieser Seite – das Elternförderprogramm zielt eher auf die breite Mitte der Altersgruppe. Wer die Methoden insgesamt nebeneinanderlegen will, wird in meinem Kaufratgeber zum Vergleich fündig.
Die Schwachstellen im Elternförderprogramm
Nicht alles hat sofort funktioniert. Die Community-Funktion etwa habe ich komplett ignoriert – genug soziale Kontakte in der Kanzlei und im Kindergarten, keine Lust auf eine weitere Gruppe, die um Mitternacht Nachrichten schickt.
Vor den bezahlten Programmen war ich Mitglied in einem deutschen Eltern-Onlineforum, vielstimmig und oft widersprüchlich. Genau dort habe ich auch Grete Sommer kennengelernt, die bis heute darauf besteht, dass ein Kurs seine Methode klar benennt und ihre Herkunft nicht verschweigt. Die Ratschläge im Forum selbst widersprachen sich so häufig, dass ich am Ende verwirrter war als am Anfang – seitdem bezahle ich lieber für eine Struktur, die nicht von zwanzig verschiedenen Meinungen zerredet wird.
Woran man Marketing-Fallen in Sales-Pages grundsätzlich erkennt, habe ich in einem eigenen Beitrag auseinandergenommen.
Positiv am Elternförderprogramm: Es verzichtet auf die sonst üblichen 47-seitigen Verkaufstexte.

Reicht auch das günstige Trotzphase Videoseminar?
Für alle, die gerade jeden Euro zweimal umdrehen, stellt sich die naheliegende Frage: Reicht nicht auch das Trotzphase Videoseminar für 47 Euro? Mit rund 28 Minuten Laufzeit ist es eher ein Überblick als ein Programm, dafür gibt es eine 30-Tage-Rückerstattungsgarantie, falls es nicht passt.
Wie lange man bei anderen Anbietern tatsächlich widerrufen kann, unterscheidet sich deutlich – dazu habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben, denn Rückerstattungsfristen sind selten so großzügig wie beim Einstiegsprodukt. Wer wenig Zeit hat und wissen will, wie sich ein Drei-Monats-Programm überhaupt realistisch in den Alltag quetschen lässt, findet meine Zeitaufwand bewältigen-Tipps hilfreicher als jedes Werbeversprechen.
Für einen ersten Eindruck taugt das Videoseminar.
Echte Verhaltensänderung über mehrere Wochen hinweg hat es bei uns nicht geliefert.
Mein Fazit: Für wen sich rund 300 Euro lohnen
Kerstin Möbius, eine Bekanntschaft von der Abholtür in Lukas' Kita-Gruppe, sagt so etwas ohne Umschweife, wenn ein Kurs nicht zu ihrem Alltag gepasst hat – und genau diese Direktheit fehlt vielen Sales-Pages in diesem Markt.
Meine nüchterne Antwort nach diesem Eltern-Test: Das Elternförderprogramm ist kein Wundermittel, aber es ist das einzige der drei getesteten Programme, das Tiefe liefert, ohne in Beliebigkeit abzurutschen. Wer bereit ist, die rund 300 Euro zu investieren und die Arbeitsblätter tatsächlich auszufüllen statt sie nur abzuheften, bekommt eine Struktur, die über drei Monate trägt.
Genau deshalb würde ich es einer Kollegin empfehlen, die selbst gerade zwischen einem Billig-Kurs und einem echten Programm schwankt: Über meinen Link zum Elternförderprogramm bekommst du Zugang zu genau der Version, die ich getestet habe – ohne Aufpreis für dich, mit Provision für mich, offen ausgewiesen wie eine ordentliche Buchführung.