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Das Elternförderprogramm im Test: Hilfe für berufstätige Eltern mit wenig Zeit

Elternförderprogramm im Test: Kursübersicht für berufstätige Eltern in der Trotzphase

Zwölf Wochen Programm, rund zwei Stunden Materialzeit pro Woche und 297 Euro Kaufpreis – das ist die nüchterne Rechnung hinter dem Elternförderprogramm [Kompletter Weg], dem Kurs, den ich in meinem Erziehungskurs-Test am häufigsten empfohlen bekomme, wenn Leserinnen und Leser wissen wollen, wie sie die Trotzphase neben einem Vollzeitjob bewältigen sollen.

Vorab die Offenlegung, weil das zu jedem ehrlichen Test gehört: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, und wenn du darüber kaufst, bekomme ich eine Provision, ohne dass sich dein Preis ändert. Getestet habe ich ausschließlich Kurse, die ich selbst mit meinem eigenen Geld bezahlt habe. Die vollständigen Details dazu stehen auf meiner Über-mich-Seite.

Die Fragen, die mir zu diesem Kurs am meisten gestellt werden, beantworte ich hier der Reihe nach, ohne Umweg über eine lange Verkaufsseite.

Was steckt im Elternförderprogramm für Eltern mit wenig Zeit?

Das Programm ist auf drei Monate angelegt und richtet sich an Eltern von Ein- bis Vierjährigen, also genau in die Kernzeit der Trotzphase hinein. Statt einer einzelnen Methode kombiniert es mehrere Ansätze, auch Elemente aus GFK und Montessori, und bricht sie in wöchentliche Aufgaben herunter, die sich nebenbei erledigen lassen.

Genau das war für mich als Vollzeit-Angestellte mit zwei Kindern der entscheidende Punkt: kein Grundlagenbuch zum Durcharbeiten, sondern ein Wochenplan zum Abhaken.

Wochenplan des Elternförderprogramms auf dem Schreibtisch, Teil meines Erziehungskurs-Tests

Die Trotzphase hat einen Fachbegriff: Autonomiephase

Fachlich heißt das, was hier bearbeitet werden soll, Autonomiephase. Die Ursachen liegen im ganz normalen Ablöseprozess von Kleinkindern, ein Thema, das ich an anderer Stelle ausführlicher aufdrösle. Für diesen Test reicht die Kurzfassung: Das Elternförderprogramm erklärt den Hintergrund knapp und wendet sich dann schnell der Praxis zu, was für Eltern mit wenig Zeit eher ein Vorteil als ein Nachteil ist.

Preis pro Woche und der Vergleich mit anderen Erziehungsprogrammen

Beim Elternförderprogramm stehen 297 Euro für zwölf Wochen zu Buche, was sich zu etwa 24,75 Euro pro Woche rechnet. Wie du diese Preis-pro-Woche-Rechnung grundsätzlich anstellst, egal bei welchem Kurs, erkläre ich ausführlicher in einem anderen Artikel; hier zählt nur das Ergebnis für diesen einen Kurs.

Im Vergleich dazu kostet das Trotzphase Videoseminar [Einstieg] nur 47 Euro und wirkt damit günstiger, bis du den Umfang gegenrechnest: 28 Minuten Videomaterial ersetzen keine drei Monate wöchentliche Begleitung.

Versteckte Zusatzkosten oder Upsells nach dem Kauf, ein Ärgernis, das mir bei anderen Kursen öfter begegnet, gab es beim Elternförderprogramm nicht. Zeitlich solltest du realistisch etwa zwei Stunden pro Woche für die Module einplanen; genau diese Einplanung ist der Punkt, an dem berufstätige Eltern eher scheitern als am Kursinhalt selbst. Wie lang die Rückerstattungs-Frist bei diesem und anderen Anbietern tatsächlich läuft und was das in der Praxis bedeutet, rechne ich an anderer Stelle im Detail vor; bei diesem Kurs solltest du sie vor dem Kauf im Kleingedruckten nachlesen.

Kostenlose Apps und ein Videoseminar: was bei mir nicht funktioniert hat

Bevor überhaupt ein bezahlter Kurs infrage kam, habe ich es mit kostenlosen Erziehungs-Apps versucht. Heruntergeladen, drei Tage benutzt, wieder gelöscht: Die Übungen waren zu generisch und ließen sich nicht auf unseren Alltag übertragen.

Auch das Trotzphase Videoseminar aus dem Vergleich oben blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Für eine erste Orientierung taugt es, für echte Verhaltensänderung fehlt schlicht die Tiefe – als alleinige Lösung für die Trotzphase kann ich es nicht empfehlen. Wer mit Vollzeitjob und wenig Zeit startet, sollte solche günstigen Einstiegskurse eher als kurzen Warmlauf einplanen und nicht als Ersatz für ein strukturiertes Programm erwarten.

Basiert das Elternförderprogramm auf Gewaltfreier Kommunikation?

Nicht ausschließlich. Reine GFK-Kurse wie das Konfliktleichtigkeit für Familien [Methoden-Alternative], das ich parallel getestet habe, bauen komplett auf der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg auf.

Kursmodul und Notizen beim Vergleich von Erziehungsprogrammen mit GFK-Ansatz

Die GFK-Methode verlangt vor allem eines: Geduld für sauber formulierte Ich-Botschaften, und genau daran hakt es im stressigen Alltag oft. Das Elternförderprogramm nimmt einzelne GFK-Elemente auf, verlangt dir aber nicht die volle Methodik ab.

Wie sich die beiden Konzepte in der Wirkung tatsächlich unterscheiden, habe ich in meinem separaten Test zu Konfliktleichtigkeit für Familien im Test für eine gewaltfreie Kommunikation durchgerechnet.

Gibt es Studien oder Belege für die Wirkung?

Diese Frage bekomme ich regelmäßig von Veit Schmolke, einem Leser, der sich nach meinem Artikel zur steuerlichen Seite von Erziehungskursen gemeldet hat und seitdem hartnäckig nachfragt, ob ein Kurs seine Wirkungsversprechen mit Quellen belegt.

Meine Antwort darauf: Beim Elternförderprogramm gibt es wie bei den meisten Anbietern in dieser Nische keine unabhängigen Studien, nur Erfahrungswerte und Kundenbewertungen. Wer eine Sales-Page mit reißerischen Wirkungsversprechen ohne jede Einschränkung liest, sollte skeptisch werden. Solche Marketing-Fallen zu erkennen ist eigentlich ein eigenes Thema für sich, aber als Faustregel gilt: Je konkreter ein Anbieter seine Grenzen benennt, desto vertrauenswürdiger wirkt er auf mich.

Modulplan-Check und Eignung für besonders intensive Phasen

Bevor du kaufst, lohnt sich ein Blick auf den Modulplan selbst und nicht nur auf die Verkaufsseite; wie du einen Modulplan sinnvoll prüfst, zeige ich an anderer Stelle im Detail. Beim Elternförderprogramm ist die Struktur klar nummeriert, was mir als jemand mit Hang zur Ordnung entgegenkam.

Tablet mit dem 12-Wochen-Curriculum des Elternförderprogramms zur Trotzphase-Bewältigung

Für Eltern von besonders gefühlsstarken Kindern kann das Tempo trotzdem zu schnell wirken. Das Programm ist auf durchschnittliche Trotzphasen-Dynamik ausgelegt und nicht speziell auf Kinder mit sehr intensiven Reaktionen zugeschnitten, wo andere Kurse gezielter ansetzen. Mehr zum Alltag mit diesem Kurs findest du in meinem Test zur Struktur im Alltag.

Vor- und Nachteile im Kassensturz

Positiv fällt der stark strukturierte Aufbau über zwölf Wochen auf, der sich für Eltern mit Hang zur Ordnung fast von selbst durcharbeiten lässt. Der Fokus auf Kinder zwischen einem und vier Jahren trifft genau die Kernzeit der Trotzphase, und nach dem Kauf kamen bei mir keine versteckten Zusatzangebote mehr dazu.

Auf der anderen Seite steht der Preis von knapp 300 Euro, der für viele Haushaltskassen eine echte Hürde ist. Dazu kommt, dass der Anbieter erst gut anderthalb Jahre am Markt ist, weshalb es noch wenige unabhängige Langzeit-Erfahrungsberichte gibt. Trotzdem überwiegt für mich bei diesem Elternförderprogramm-Test die Struktur gegenüber den Nachteilen.

Vergleich der getesteten Programme im Überblick

Merkmal Elternförderprogramm Konfliktleichtigkeit Trotzphase Seminar
Dauer 3 Monate Unbegrenzt 28 Min. Video
Preisrahmen ca. 297 € ca. 150-220 € 47 €
Ansatz Struktur & Alltag GFK / Empathie Überblick
Empfehlung Berufstätige Eltern Geduldige Eltern Nur als Erstinfo

Für wen lohnt sich das Elternförderprogramm nicht?

Wenn du eher der Typ für langsame, empathiebasierte Arbeit an Konflikten bist, passt Ohne Schreien kommunizieren mit Konfliktleichtigkeit möglicherweise besser zu dir als ein strikt durchstrukturiertes Programm. Auch wer nur ein akutes, kurzfristiges Problem lösen will, ist mit einem Drei-Monats-Programm eher überversorgt.

Meine Nachbarin Arzu vergleicht grundsätzlich mindestens drei Wochen, bevor sie überhaupt etwas online kauft, und dieses Prinzip lässt sich hier eins zu eins übertragen: Nimm dir die Zeit, den Modulplan und die Zielgruppenbeschreibung zu lesen, bevor du auf Kaufen klickst.

Nach mittlerweile gut drei Jahren, in denen ich Erziehungskurse in praktisch jeder Preisklasse kaufe und teste, bleibt mein Fazit: Für berufstätige Eltern mit wenig Zeit und Hang zu klarer Struktur ist das Elternförderprogramm die vernünftigste der drei getesteten Optionen, auch wenn der Preis wehtut. Rechne beim Kauf nicht nur den Betrag, sondern auch die eingesparte Zeit und die geschonten Nerven gegen die Alternative eines weiteren planlosen Such-Abends im Netz.

Wenn du selbst entscheiden willst, ob es in dein Budget passt, kannst du dir hier die Details zum Programm ansehen. Für alle, die noch unsicher sind: Das Elternförderprogramm ist einen Blick wert, gerade wenn die freien Abende ohnehin knapp sind.

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