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Online Erziehungskurs für Väter: Wie mein Mann die Inhalte mitnutzt

Erziehungskurs-Test für Väter: Vater und Mutter sehen sich gemeinsam ein Elternförderprogramm-Modul auf dem Tablet an

28 Minuten Video – so lang ist das günstigste Trotzphase-Seminar in meinem Erziehungskurs-Test, und genau diese Kürze hat mich anfangs skeptisch gemacht, ob mein Mann damit überhaupt etwas anfangen kann. Der Irrglaube, den ich bei anderen Müttern ständig höre, lautet: Ein Kurs hilft automatisch der ganzen Familie, die Trotzphase zu bewältigen, sobald eine Person ihn kauft und durcharbeitet. Stimmt so nicht. Entscheidend ist, ob das Format zum Alltag des zweiten Elternteils passt – und ob der Vater von Anfang an eingebunden wird, statt am Ende nur die Zusammenfassung zu bekommen.

Ein Hinweis vorab, weil Transparenz für mich Grundvoraussetzung ist: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon, bekomme ich eine Provision, ohne dass für dich ein Cent mehr fällig wird. Ich empfehle ausschließlich Programme, die ich selbst bezahlt und mit meiner Familie durchgearbeitet habe. Die vollständige Offenlegung steht auf meiner Über-mich-Seite. Pädagogin bin ich keine – aber Zahlen und Kleingedrucktes lese ich beruflich, und das merkt man einem Kurs schneller an, als den meisten Anbietern lieb ist.

Der Irrtum, dass ein Kurs automatisch für die ganze Familie wirkt

Eine Freundin aus meinem Stadtteilchor hat mich neulich in der Kleinmarkthalle gefragt, warum eigentlich ich diejenige bin, die sich durch Sales-Pages für Erziehungskurse wühlt, und nicht mein Mann. Klingt nach einer harmlosen Frage, trifft aber genau den wunden Punkt. Am Anfang war das bei uns auch so, inzwischen hat sich das verschoben, weil der Kurs selbst dafür sorgt, dass beide Elternteile drankommen. Mein Mann hat einen eigenen Zugang zu den Elternförderprogramm-Modulen und schaut sie sich unabhängig von mir an, nicht als Hausaufgabe, die ich ihm gestellt habe. Genau da liegen die meisten Eltern falsch: Sie kaufen einen Kurs wie ein Buch, das man sich abends gegenseitig weiterreicht, dabei sind die brauchbaren Programme inzwischen so gebaut, dass zwei Erwachsene parallel damit arbeiten können, statt dass einer nur die Zusammenfassung des anderen bekommt.

Nahaufnahme eines Tablets mit Online-Erziehungskurs-Modulen und handschriftlichen Notizen zur Trotzphase daneben.

Warum reichte das 28-Minuten-Seminar meinem Mann nicht?

Bevor wir zum Elternförderprogramm gewechselt sind, hatten wir das Trotzphase Videoseminar ausprobiert, weil es das günstigere Einstiegsprodukt war. Für mich als schnellen Überblick war das völlig ausreichend. Für meinen Mann, der eher in klaren Abläufen denkt, war die Kürze das eigentliche Problem – er wollte wissen, was er konkret tun soll, wenn Emma sich quer stellt, und dafür reicht eine halbe Stunde Übersicht nicht. Wie viel Zeit ein Kurs realistisch braucht, bevor sich überhaupt eine Wirkung zeigt, rechne ich in einem separaten Test durch; an dieser Stelle reicht der Hinweis, dass ein knappes Trailer-Format eher Werbung als echte Einbindung des Vaters ist. Wer vor dem Kauf sichergehen will, dass ein Programm zum eigenen Familienalltag passt, sollte vorher die pädagogischen Modulpläne prüfen, statt sich allein von der Verkaufsseite leiten zu lassen.

Ein Familienkonto für zwei: wie Väter wirklich eingebunden werden

Das Elternförderprogramm läuft bei uns über ein einziges Familienkonto, aber mit zwei getrennten Zugängen – kein zusätzliches Ticket, keine zweite Rechnung. Klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber der eigentliche Unterschied zu den Kursen, die ich vorher getestet habe. Versteckte Kosten für einen zweiten Zugang habe ich in einem eigenen Preis-Check auseinandergenommen, hier nur so viel: Bei diesem Anbieter gibt es sie schlicht nicht. Mein Mann konnte sich die Module in Ruhe ansehen und mir danach kurz sagen, welchen Schritt wir als Nächstes ausprobieren, ohne dass ich alles noch einmal erklären musste. Darin liegt der eigentliche Wert: nicht dass ein Kurs Wunder wirkt, sondern dass er die Gesprächsgrundlage zwischen zwei Erwachsenen verändert, die sonst aneinander vorbeireden.

GFK klingt gut auf dem Papier, nicht jeder Vater will Ich-Botschaften üben

In der Kurslandschaft läuft praktisch alles irgendwann auf Gewaltfreie Kommunikation hinaus. Wie die Methode im Detail funktioniert, erkläre ich lieber ausführlich an anderer Stelle als hier nebenbei. Das Programm Konfliktleichtigkeit setzt komplett darauf, und mein Mann war bei den ersten beiden Modulen komplett raus – Ich-Botschaften und Gefühlsbenennung sind für ihn kein natürlicher Reflex, sondern Arbeit, für die abends schlicht die Energie fehlt. Warum die Trotzphase überhaupt entsteht, ist übrigens ein eigenes Thema, das mit der Kommunikationsmethode selbst wenig zu tun hat. Für uns als Familie, in der mein Mann das Tempo mitbestimmt, war Konfliktleichtigkeit unterm Strich das Geld nicht wert – nicht weil die Methode falsch ist, sondern weil bei uns niemand die Module zu Ende durchgearbeitet hat. Das war es für uns nicht wert.

Wer wissen will, wie sich Elternförderprogramm und Konfliktleichtigkeit im direkten Vergleich schlagen, findet den Zeile-für-Zeile-Abgleich in einem eigenen Artikel, den ich extra für diese Entscheidung geschrieben habe. Mehr zur Kommunikation mit Kleinkindern verbessern liest du in diesem Test, falls dich die Methode trotzdem interessiert.

Ein Smartphone mit einer WhatsApp-Nachricht zum Elternförderprogramm-Modul auf einem Holztisch.

Was beim Elternförderprogramm nicht funktioniert hat

Nicht alles am Elternförderprogramm hat bei uns funktioniert, und das gehört genauso in diesen Test wie das Positive. Ein paar der vertiefenden Reflexionsaufgaben waren meinem Mann zu therapeutisch aufgeladen – er hat sie nach dem zweiten Versuch komplett übersprungen, und ich fand das in Ordnung, weil Pflichtprogramm bei einem gekauften Kurs für mich sowieso ein rotes Tuch ist. Genau solche Marketing-Fallen, aufgeblasene Sales-Pages, die suggerieren, man müsse jedes Modul durcharbeiten, sonst funktioniere nichts, erkenne ich mittlerweile ziemlich schnell; dazu habe ich anderswo eine eigene Liste zusammengestellt. Rückerstattungsfristen sind wieder ein anderes Thema, das ich lieber separat durchrechne, aber so viel vorweg: Das Trotzphase Videoseminar war uns gegenüber mit seiner Garantie fairer als das große Programm, auch wenn es inhaltlich dünner blieb. Ob ein Kurs auch für besonders gefühlsstarke Kinder taugt, ist wieder eine andere Frage, die ich in einem eigenen Vergleich beantworte – bei uns würde eher Emma in diese Kategorie fallen als Lukas, und das macht bei der Kursauswahl durchaus einen Unterschied.

Der Preis pro Woche zählt mehr als der Kaufpreis

Wenn ich einen Kurs bewerte, rechne ich fast nie mit dem nackten Kaufpreis, sondern mit dem Preis pro Woche über die gesamte Nutzungsdauer – wie diese Rechnung im Detail aussieht, habe ich in einem eigenen Artikel Schritt für Schritt aufgeschrieben. Ob sich sowas am Ende sogar steuerlich absetzen lässt, habe ich mir als gelernte Steuerfachangestellte ebenfalls angeschaut, das gehört aber in einen eigenen Text und nicht hierhin. Festhalten will ich an dieser Stelle etwas anderes: Der größte Effekt beim Elternförderprogramm war kein einzelnes Aha-Erlebnis, sondern dass sich unsere Alltagsstruktur langsam verschoben hat, wie genau, ist wieder ein eigenes Kapitel wert. Wer einen strukturierten Weg sucht, um den Vater wirklich einzubinden, statt ihn nur am Rand mitlaufen zu lassen, sollte sich das Elternförderprogramm genauer ansehen. Schau dir vorher meine Tipps zur Prüfung von Modulplänen an, bevor du irgendetwas kaufst. Nicht der Preis entscheidet, ob ein Kurs etwas bringt, sondern ob am Ende beide Elternteile die gleiche Sprache sprechen.

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